Branchen, Sektoren, Arbeitsmarkt

Die Digitale Transformation verändert etablierte Geschäftsmodelle radikal und macht dabei auch vor kleinen und mittelständischen Unternehmen zahlreicher Branchen nicht halt. Die Digitalisierung kann im Einzelfall einzelne Geschäftsprozesse, Geschäftsbereiche oder aber das gesamte Geschäftsmodell umfassen. Derzeit fragen sich viele Unternehmer, ob und wie sie sich dem Thema nähern können. Unsere Initiative Digitale Schweiz stelle viele hilfreiche Unterlagen und Instrumente auf der Plattform zur Verfügung. Als Orientierungshilfe, als offenes, collaboratives Netzwerk und als Sammlung nutzbringender, wirksamer Instrumente.

Die vier wichtigsten Schweizer Exportbranchen werden sich fundamentalen Herausforderungen stellen müssen

Ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung von technologischen Trends ist die Relevanz für die Gesellschaft. Eine sorgfältige Analyse der Schweizer Industrielandschaft zeigt, dass die vier wichtigsten Schweizer Exportbranchen grundlegend gut positioniert sind, dass aber auch zusätzliche Anstrengungen notwendig sind:

  • Die Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie müssen sich in einem Geschäftsumfeld behaupten, das sich stark im Umbruch befindet. Erschwerend kommt hinzu, dass durch zusätzliche Regulierung im Innovationsprozess die Kosten steigen werden. Trends in der Synthetischen Biologie und Biotechnologie, im zielgenauen Wirkstoffeinsatz, bei fortschrittlichen Chemikalien zur Energiezwischenspeicherung und in der Entwicklung von innovativen Pack- und Werkstoffen dürfen nicht verpasst werden. Ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg ist und bleibt die Innovationsfähigkeit.
  • Im Bereich der Maschinenindustrie und Präzisionsinstrumente sind additive Fertigungsverfahren («3D Druck») und die zugehörige Materialentwicklung von grosser Bedeutung. Im Weiteren gilt es, feinoptische Methoden zur Bearbeitung und Vermessung von Oberflächen zu beherrschen. Es ist zudem zu erwarten, dass die Produktionskette in Zukunft vollständig digitalisiert ist und alle Geräte vernetzt sein werden. Innovationen in den Fertigungsprozessen, Automatisierung und insbesondere Qualität gelten als zentrale Bausteine für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit.
  • Die Schweizer Uhrenindustrie gerät, trotz weltweitem Exportwachstum, wegen regulatorischen Einschränkungen und Verboten und der Entwicklung beispielsweise der iWatch unter Druck. Auch hier gilt es, neuartige Materialien optimal zu nutzen und innovative, hochpräzise Materialverarbeitungs- und Herstellungsverfahren zu beherrschen.
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  • Für die medizintechnische Industrie von Bedeutung ist, dass das Gesundheitswesen gegenwärtig einen fundamentalen Wandel durchläuft, vom bisherigen primär kurativen Vorgehen hin zum präventiven Ansatz. Starke Interdisziplinarität und ein vermehrter Einsatz moderner Informationstechnologien zeichnen die relevanten Schlüsseltechnologien aus. Dazu gehören die roboterassistierte Chirurgie, die Kombination von Diagnostik und therapeutischen Mikrosystemen sowie Labortests direkt am Patientenbett.

Die Menschen teilen die Arbeit
Neben dem technologischen Fortschritt treibt vor allem der internationale Handel die Globalisierung voran. Weltweit schreitet die Arbeitsteilung fort: Alle bieten an, was sie am besten oder am günstigsten herstellen können, und tauschen ihre Erzeugnisse mit anderen. Die Menschen teilen sich die Arbeit, seit es sie gibt; in der Frühzeit galt: Die Männer jagten, die Frauen sammelten, hüteten das Feuer und sorgten für die Kinder. Dass wir heute unseren Beruf frei wählen können, also Mädchen Lokomotivführer und Burschen Kindergärtner werden können, verdanken wir dem wirtschaftlichen Fortschritt.

Dass die Arbeitsteilung Wohlstand schafft, wies Adam Smith (1723 – 1790) nach, der mit seinem Werk «Der Wohlstand der Nationen» von 1776 die moderne Ökonomie begründete. In einem berühmten Beispiel zeigte er: Ein Arbeiter kann allein im Tag 20 Stecknadeln herstellen, ein Team von zehn auf einige Handgriffe spezialisierten Arbeitern aber 48 000. Dass sich die Arbeitsteilung auch für Volkswirtschaften lohnt, stellte David Ricardo (1772–1823) mit seinem Prinzip des komparativen Vorteils fest: Selbst wenn ein Land alle Güter günstiger herstellt als ein anderes, zahlt sich der Handel aus, wenn jedes Land anbietet, was es vergleichsweise günstiger herstellen kann.

Folgen der Digitalen Transformation
Die Errungenschaften der ICT und die Digitale Transformation insgesamt machen uns – als Individuen und Organisationen – im positiven Fall nicht nur kreativer, innovativer, erfolgreicher und mächtiger, sondern auch verwundbarer. Sie bedrohen uns, wenn wir die Chancen und Opportunitäten nicht ausschöpfen, und wenn wir den Risiken nicht adäquat und rechtzeitig begegnen und Gefahren nicht gezielt abwenden.

Mit der Digitalisierung, Virtualisierung und Vernetzung erhöht sich unsere Abhängigkeit von den ICT und vom «Cyber Space». Wichtige Daten, Informationen, Dienste und Ressourcen sind anderweitig kaum noch verfügbaroder bezahlbar. Globale Akteure, neue Monopolisten und Kartelle bedrohen unsere Unabhängigkeit und Flexibilität ebenso wie unsere Privacy, Prosperität, Souveränität, Transparenz und den Schutz sensibler Daten.

Dadurch, dass immer mehr Daten und Informationen in soziale Medien und Netzwerke oder generell ins Internet gelangen, erhöht sich auch die Gefahr auf Manipulation und Kontrollverlust.

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