Arbeitswelt 4.0

Exploded View

Mit diesem Whitepaper stellt foryouandyourcustomers das Modell „Exploded View” vor und bietet Ihnen Übersicht sowie Werkzeuge für zeitge mäßes Arbeiten in unserer di gitalisierten Welt.

Grundlegende Herausforderungen eines jeweiligen Zeitalters konnten erst mit einem zu jenem Zeitpunkt neuen Ansatz oder neuer Erkenntnisse gelöst werden. Die Vorreiter wurden für ihre Sicht auf die Realität häufig angefeindet, langfristig aber belohnt oder bestätigt: Die Erde ist rund und nicht der Mittelpunkt des Universums. Führungskräfte von heute erkennen sehr gut, dass die Herausforderungen derzeit, häufig im Kontext der Digitalisierung, mit den bisherigen Modellen und Organisationsformen nicht gelöst werden können. Es fehlt der neue Ansatz und der Durchblick auf die Realität.

Durch eine zunehmend höhere Entwicklungsgeschwindigkeit steigt aber der Druck. Denn noch ehe die Fortschritte aus Internet und Mobilgeräte von Unternehmen verarbeitet werden können, rollt bereits die nächste Welle technischer Errungenschaften heran: Das Internet of Things, Robotik, künstliche Intelligenz, Blockchain, Cloudsysteme, Augmented Reality, Sprachsteuerung (Chatbots) fordern bestehende Geschäftsmodelle immer stärker heraus. Parallel hierzu stellt die Internationalisierung mit unberechenbaren Akteuren bisherige Kulturen, Strukturen, Abläufe und Angebote infrage.

Die klassischen Perspektiven auf das Unternehmen und den Markt, wie sie an vielen Hochschulen gelehrt werden, ergeben gegenwärtig kein schlüssiges, geschweige denn handlungsleitendes Gesamtbild mehr. Die Herausforderungen sind inzwischen zu vielschichtig geworden und lassen sich nicht mehr mit den existierenden Ansätzen meistern. Im Gegenteil: In vielen Unternehmen haben sich inzwischen unüberbrückbare Gräben aufgetan, jede Seite mit ihrer Perspektive und für sich genommen häufig auch nachvollziehbar – eine gemeinsame Sicht zu entwickeln und eine gemeinsame Richtung einzuschlagen, erscheint so unmöglich.

Aus diesem Grund benötigen Unternehmen ein besseres Verständnis der zunehmend digitalisierten Welt und der tieferen Zusammenhänge dahinter. Führungskräfte sowie Mitarbeitende benötigen ein Modell, das die vielen Perspektiven auf Kunden, Mitarbeitende, Unternehmen, Angebot, Organisationsstruktur, neue Technologien et cetera zu enem stimmigen und verständlichen Gesamtbild zusammenführt; ein Gesamtbild, das sie auf ihren Weg durch den digitalen (und analogen) Wandel unterstützt. In diesem Whitepaper stellen wir das Modell „Exploded View“ vor. Es bietet eine pragmatische Sicht auf das Unternehmen, den Markt und die Kunden und ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit an den Herausforderungen. Das Modell ist der Beitrag von foryouandyourcustomers zu einem Ansatz, den wir „Contemporary Business“ nennen.

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Agilität: Ein Plädoyer für Beweglichkeit

Problemlösekompetenz und schlussfolgerndes Denken: Im engeren Sinne logisch-analytische Instrumente sind hier etwa: Abstraktion, Zerlegung, Strukturierung in Hierarchien, Sequenzen. Es sind klassische Instrumente der Informatik, im Grunde so zeitlos und universell wie ihre algorithmische »Muttersprache«, die Mathematik. Übernehmenswert scheint mir darüber hinaus vor allem ein informatisches Konzept, das noch nicht ganz so altehrwürdig ist – sondern erst mit dem globalen Wandel der Digitalisierung von sich reden machte: die Agilität.

Im Kontext der digitalen Transformation hat sich Agilität nun durchgängig zu einem Leitkonzept entwickelt: Wendigkeit, Schnelligkeit, Anpassungsfähigkeit, stete Bereitschaft zu Veränderung und gegebenenfalls auch zur Improvisation – all das ist unabdingbar geworden, ist in unsicheren, komplexen Zeiten und Kontexten »Gebot der Stunde«. Als solches wird Agilität daher auch von vielen Fachfremden übernommen, diskutiert und begegnet einem in den interessantesten und überraschendsten Formaten auf Bühnen, in Büchern und Magazinen. Aber Agilität findet sich heute vor allem in irgendeiner Form in vielen Softwareunternehmen und -produktionen – sei es etwa bloß als inspirative Anregung verstanden, sei es als Organisationsprogrammatik, sei es als Ideenpool. Was sie kennzeichnet, ist unter anderem: Sie ist ein Ansatz, der explizit mit Werten einhergeht. Es gibt ein »Manifest für Agile Softwareentwicklung«, dass diese Stoßrichtung so formuliert: »Wir erschließen bessere Wege, Software zu entwickeln, indem wir es selbst tun und anderen dabei helfen. Durch diese Tätigkeit haben wir diese Werte zu schätzen gelernt: Individuen und Interaktionen mehr als Prozesse und Werkzeuge. Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation. Zusammenarbeit mit dem Kunden mehr als Vertragsverhandlung. Reagieren auf Veränderung mehr als das Befolgen eines Plans. Das heißt, obwohl wir die Werte auf der rechten Seite wichtig finden, schätzen wir die Werte auf der linken Seite höher ein.« (Weinreich 2016, 16)

Autor: Ingo Radermacher | Denk Klar, Klug entscheiden in digitalen Zeiten

 

DIGITALISIERUNG JA. NEUE BUSINESS-MODELLE JA. ARBEIT 4.0 JA. HUMANASPEKTE JA.

Change heisst auch Digitalisierung. Und, diese verändert; alles im Geschäft und viel Privates. Arbeitswelt 4.0 ist eine fundamentale, geschäftliche, gesellschaftliche und persönliche Veränderung; ein Umdenken. Die Digitalisierung fördert das vernetzte Arbeiten, die Netzwerk-Ökonomie, Arbeitsresultate im ständigen Flow, neue Leistungs- und Wertschöpfungsketten, neue Arbeitszeitmodelle mit Verwischen von Geschäft und Privat und neue Möglichkeiten von Wissens- und Informations-Austausch.

Wir Menschen sind gefordert; bigger, faster, better, agiler und flexibler soll es und wir werden. Im Entstehen und Bestehen “Arbeitswelt 4.0” sind Gemeinsamkeit, Transparenz und Geschwindigkeit grosse Erfolgsfaktoren. So kann jeder den Prozess dahin und die Transformation annehmen und darin bestehen. Wissenswertes, Informationen, Tipps und Motivation für Ihren Wandel in Geschäft und Privat; das und einiges Interessantes, finden Sie in diesem Kapitel.

Autor: Gisi Roger Eric, Winning Complex Business in a digital World

 

Arbeiten 4.0

laufende 4. industrielle Revolution (auch Industrie 4.0)

Cyber-physische Systeme

technologische Grundlage der Industrie 4.0:
cyber-physische Systeme (Internet der Dinge, Vernetzung von Menschen, Produkten, Maschinen etc.)

Zentrale Dimensionen

Vernetztes Arbeiten | Automatisierung | Robotik //
Neue Produkte | Produktionsprozesse //
Globalisierte Wissensgesellschaft //
Kultureller Wandel //
Cybersecurity

Agile Arbeitsformen //

Dynamische (vs. bürokratische) Entscheidungsprozesse. Scrum (aus der Software-Entwicklung stammende agile Arbeitsmethode).
Aufträge werden in kleinere Aufgaben aufgeteilt und über digitale Kanäle und Plattformen an Mitarbeitende oder Crowdworker (extern) vergeben.

 

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Zukunftsinstitut Work Report 2019

Die Arbeitswelt bringt für uns Menschen mehr denn je Chancen und Herausforderungen gleichermaßen. Ali Mahlodji liefert in seinem Work Report die passenden Strategien und Werkzeuge, mit denen Unternehmen sich optimal für die Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt aufstellen.
„Bei all der Fokussierung auf die Technologie darf der Mensch nicht aus dem Blick verloren werden.”, ist Mahlodji überzeugt und beleuchtet daher vor allem die menschliche Seite von New Work, mit der Erfahrung aus Interviews mit fast 5000 Menschen aus über 100 Nationen.

Flexibilisierung und VUCA

Flexibilisierung ist ein zentraler Begriff der Arbeitswelt 4.0 und kann in folgende vier Dimensionen unterteilt werden (Bundesrat der schweizerischen Eidgenossenschaft, 2017; Meissner u. a., 2016):

  • Örtliche Flexiblität: Angestellte können durch das Internet ihren Arbeitsort vermehrt flexibel wählen oder es werden laufend weniger fixe Arbeitsplätze zugewiesen und das FlexDesk-Modell innerhalb von Organisationen beginnt sich auszubreiten (Steck, 2017).
  • Zeitliche Flexibilität: Anstelle fester Bürozeiten treten oft Modelle für Jahres- oder Vertrauensarbeitszeit. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit werden durchlässiger, wodurch beispielsweise die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden kann, jedoch auch neue Risiken entstehen.
  • Betriebliche Flexiblität: Im Umfeld der Sharing Economy-Geschäftsmodelle mit Cloudworking und Crowdsourcing sind neue Marktplätze für Arbeitskräfte entstanden. Diese neuen Arbeitsverhältnisse sind teilweise an der Grenze zwischen Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit anzusiedeln.
  • Flexible Laufbahnen: In Bezug auf Berufsbilder besteht eine exemplarische Evidenz, dass sich die Berufsbilder durch den technologischen Wandel inhaltlich weiterentwickeln, dass die Revisionszyklen der Berufe kürzer werden und dass die Berufsbezeichnungen entsprechend dem Wandel eines Berufsbildes angepasst werden (Bundesrat der schweizerischen Eidgenossenschaft, 2017b; Meissner u. a., 2016). Diese Entwicklungen wirken sich direkt auf die Gestaltung beruflicher Laufbahnen und das Bildungsmanagement in Organisationen aus. Es entsteht das Paradigma des Life Long Learnings.

Das Akronym «VUCA» wird in erster Linie in der Wirtschaft, in Managementausbildungen und in der Literatur zu strategischer Führung verwendet, um die gegenwärtige Arbeitswelt zu charakterisieren (Ducheyne, 2017; Mack, Khare, Kramer, & Burgartz, 2015). VUCA steht für Volatiliät, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität und wurde in einem Umfeld des US-amerikanischen Militärs nach dem Kalten Krieg geprägt. Mit den fortschreitenden Entwicklungen der IT-Technologie, neuen Vernetzungsmöglichkeiten von Menschen und Objekten sowie rasant anwachsende Datenmengen gehen verschiedene Player – wie beispielsweise die Schweizer Kader Organisation (SKO) – davon aus, es mit «einer immer volatileren, unsichereren, komplexeren und ambivalenter werdenden (Arbeits-)Welt («VUCA World»)» zu tun zu haben (SKO, 2016). Als wesentliche Veränderungen des Arbeitslebens durch digitale Trends ortet die SKO: immer schneller ändernde Marktansprüche, neue Geschäftsmodelle, laufende Optimierung der Kundenansprache und operativer Prozesse, Beschleunigung des Arbeitstempos, Zunahme an Komplexität, die permanente Verfügbarkeit von Arbeitnehmenden und die Verlagerung der Kommunikation in den digitalen Raum. Zudem würden Führungskräfte immer mehr zu Veränderungs- und Komplexitätsmanagern, die hierarchiefreie Formen des Wissensaustausches ermöglichen und ihre Mitarbeitenden für eine gemeinsame Vision begeistern können.

Weniger arbeiten, gleich viel verdienen. Die Lösung gegen Stress?

Ein neuseeländisches Unternehmen will nach einem erfolgreichen Test die Vier-Tage-Woche für die ganze Belegschaft einführen – dies bei vollem Lohn. Ähnliche Modelle sorgen in den letzten Monaten für grosse Schlagzeilen. Ob solche Modelle auch in der Schweiz Erfolg hätten, ist umstritten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neuseeländischen Firma hatten nach acht Wochen weniger Stress, konnten sich besser konzentrieren und produzierten sogar noch leicht mehr. Der Geschäftsführer der Fondsgesellschaft Perpetual Guardian würde dieses Modell jedem Unternehmen im Land empfehlen. (Mehr zur Studie hier.)

Skepsis in der Schweiz

In der Schweiz stösst die Idee auf Skepsis. Für Arbeitspsychologin Angela Kornblum haben flexible Arbeitsmodelle den Vorteil, dass die Arbeitgeber darin oft zufriedener sind und weniger krank ausfallen. Entscheidend sei aber, dass das Modell von der gesamten Belegschaft, auch von den Chefs, akzeptiert wird, niemand stigmatisiert wird.

Arbeitsmarkt-Expertin Daniella Lützelschwab vom Arbeitgeberverband befürchtet, dass die Mitarbeitenden möglicherweise noch gestresster sind, wenn sie weniger arbeiten oder kürzere Arbeitstage haben. Sie hält es für wichtiger, dass Mitarbeiter bezüglich ihrer Anstellungsmodelle mitreden und ihre Arbeitszeiten flexibel gestalten können.

Quelle: srf.ch

 

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