Wirtschaft & ICT

ICT als Innovator, Driver, Transformer wird mit zunehmender Geschwindigkeit die Wirtschaft, Government wie das Privatleben durchdringen/-setzen; Digitalisierung.

Autor: Gisi Roger Eric, Basis Detecon, Deutschland

Wenn die ICT nicht Wachstumsbeschleuniger und Innovationstreiber in der Wirtschaft und Gesellschaft ist, dann wenigstens unterstützt diese all die neuen Themen der Transformation, der Digitalisierung. Und. Sie führt zu Performance-Steigerung, Kosteneinsparung und (hoffentlich) mehr Kundennähe mit Wissensmanagement.

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Das Web wird ständig klüger (auch für „dumme Themen“) und ist ebenso eine Basis für neue Technologien und Dienstleistungen wie die IT selbst. Die Gesellschaft ist always on/in. Ambient Interlligence und Embedded Technologien in allen Ausprägungen werden Wirklichkeit. Um da den wachsenden Ansprüchen und den Marktfähigkeiten gerecht zu werden, setzt die ICT-Innovation auf eine Leistungssteigerung einer integrierten Breitbandtechnologie.

Der Paradigmenwechsel, die Transformation21 lässt sich jedoch, in Bezug auf die ICT, auf eine einfache Formel bringen: Weg von stationärer IT hin zu flexiblen und modularen Services, die immer dann zur Verfügung stehen, wenn man sie braucht. Aber aufgepasst: Die Hindernisse auf dem Weg zum digitalen Business sind nicht zu unterschätzen. Unternehmen, die die digitale Transformation vorantreiben wollen, müssen häufig feststellen, dass das digitale Business nicht so einfach ist wie der Kauf neuester Technologie – denn sie erfordert bedeutende Veränderungen in den Systemen und in der Kultur. Bisher war nur eine kleine Anzahl von Unternehmen in der Lage, ihre digitalen Initiativen über die Experimentier- und Pilotphase hinaus erfolgreich zu skalieren. In der Realität erfordert das digitale Business neue Fähigkeiten, Arbeitsweisen, Organisationsmodelle und sogar Kulturen. Der Wandel eines strukturierten, geordneten und prozessorientierten Unternehmens, in eines mit vielfältigen Ökosystemen, permanenter Anpassung sowie kontinuierlichem Lernen und Experimentieren ist schwierig. Einigen Unternehmen wird dieser Wandel gelingen. Diejenigen, die diese Veränderung nicht umsetzten können, werden zunehmend veralten und schlussendlich ersetzt.

Mit der Durchsetzung von Cloud-Computing wird sich auch das Mietmodell Software as a Service als Standard etablieren. Dabei residieren Anwendungen nicht mehr lokal, sondern werden als Webware on demand mit lokalen Browsern über das Internet genutzt. Insbesondere ERP-Lösungen (Enterprise Resource Planning) auf SaaS-Basis, mit denen die Planungen eines Unternehmens unterstützt und der effektive Einsatz vorhandener Ressourcen ermöglicht werden, sind für alle Unternehmen eine interessante Alternative zur Lizenzsoftware. Bei knappen IT- und Personalressourcen werden die Unternehmungen den geringeren Wartungs- und Betriebsaufwand schätzen. Ausserdem ist es attraktiv, Kapitalinvestitionen zu vermeiden und die Kosten für das ERP-System als Betriebsausgaben zu verbuchen. Hinzu käme in vielen Fällen eine einfachere Implementierung mit kürzeren Einführungszeiten, so dass die Einsparungen schneller wirksam werden. Allerdings: Unternehmen dürfen nicht unterschätzen, dass mit der Einführung einer ERP-Lösung nach dem SaaS-Modell auch Veränderungen an der Prozesslandschaft notwendig werden, denn, die Digitalisierung ist eine einzige Prozess-Landschaft.

Cloud-Computing bietet zudem erhebliche Chancen für die IT-Sicherheit, für die man unter anderem Skalierbarkeit nutzen kann. Vor allem kleinere und mittelgrosse Betriebe können von der Konzentration auf ihr Kerngeschäft und die Auslagerung von IT-Aufgaben profitieren.

Die breite Akzeptanz von Cloud-Computing hängt massgeblich von der Sicherheit der Daten ab. Trotzdem. Die Tage von PIN, TAN und Ausweispapieren sind gezählt. Nur sieben Sekunden, per PIN 12 und mit Bargeld 20. So wird sich das Zahlen mit Fingerabdruck schlussendlich durchsetzen.

Die Risiken beim Bezahlen mit dem Fingerabdruck sind gering, das System mindestens ebenso sicher wie das Bezahlen mit PIN. Dennoch; Skepsis ist angesagt. Wenn dieses Verfahren nach und nach alle andere Bezahlsysteme ablöst, entstehen Datenbanken mit Daten fast aller Bürger. Und zentrale Datenbanken stellen immer auch einen Angriffspunkt für Hacker dar.

Schnell und bequem: Ob Fingerabdrücke, Iris, Augen, Gesichtsgeometrie, Handschrift, Stimmfrequenz, Atem, Stimme oder Bewegungserkennung mit Hilfe von biometrischen Verfahren werden in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren neue Welten eröffnen. Und das nicht nur an der Kasse im Supermarkt, sondern zum Beispiel auch an Zutrittskontrollanlagen von Behörden, Unternehmen oder Krankenhäusern, bei der Personenabfertigung im Luftverkehr, der Identitätsbestimmung bei Bankgeschäften, dem Anmelden an Rechnern, Starten des eigenen Autos und Öffnen von Türen zu Hochsicherheitsbereichen. Spätestens dann haben PIN und Schlüssel wirklich ausgedient. Auch die Flut von Kundenkarten hat dann endlich ein Ende. Schon eine schöne Vorstellung!

Virtuelle Kooperation in ständigem Wandel ersetzt klassische Abgrenzung. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Unternehmen weiter spezialisieren. Kunden, Anwender und andere Beteiligte werden künftig verstärkt in Innovationsprozesse eingebunden. Aus Wertschöpfungsketten werden Wertschöpfungsnetzwerke. Dies neue Form bringt Unternehmen eine Vielzahl von positiven Effekten bringen und grosse Potenziale lassen sich dabei erschliessen.

Verbesserung der Verfügbarkeit von Informationen: Durch Vernetzung werden dezentral angesiedelte Informationen allen Teammitgliedern zugänglich und müssen nicht erst mühsam beschafft werden. Das Wissensmanagement aller Beteiligten profitiert davon.
Beschleunigung der Arbeitsprozesse: Durch den schnelleren Informationsaustausch und die Nähe einzelner Mitglieder zu den lokalen Prozessen kann das Team auf Veränderungen sofort reagieren.
Kundennähe: Teammitglieder an den lokalen Standorten der Kunden können besser auf die Kundenbedürfnisse eingehen, was vor allem bei serviceorientierten Aufgaben wichtig ist. Es kann aber auch ein Mitarbeiter des Kunden direkt in ein virtuelles Team mit aufgenommen werden, zum Beispiel um die Entwicklung eines neuen kundenspezifischen Produkts zu unterstützen.

Die Entwicklung der Informationsgesellschaft ist kein Automatismus, der sich durch den rasanten Fortschritt technologischer Entwicklungen und der Wissensakkumulation zwangsläufig einstellt.

 

Fachanwendungen

 

STRATEGIE DIGITALE SCHWEIZ, BR 2016

Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung

Die Schweiz nutzt die Chancen, welche die IKT zur Bewältigung der Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung bieten. Digitalisierung und Vernetzung unterstützen die Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele der Schweiz.

E-Health, TeleMedCare, Ambient Assisted Living

Im Vergleich zu den Spitzenreitern (z.B. Dänemark) liegt die Schweiz seit Jahren zurück. Um die Nutzung der ICT und entsprechender Dienste im Gesundheitswesen voranzutreiben, wurden Strategien formuliert und werden Programme vorangetrieben. Einen wichtigen Meilenstein bildet das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG). Zusammen mit dem eID-System Schweiz und weiteren kardinalen Diensten kann mittelfristig eine Verbesserung der Positionierung und Nutzung gelingen, sofern dies gefordert und gefördert wird. An Apps, Devices, Robotern und Web Sites mangelt es im globalen Wettbewerb nicht. Hingegen ist noch kein Framework erkennbar, in dem das Zusammenwirken der Akteure, Daten, Dienste, Prozesse und Technologien zum Wohl der Gesundheit und Pflege für alle ersichtlich wird und sie motiviert, an dieser Entwicklung aktiv teilzunehmen. Dies betrifft sowohl die Aus- und Weiterbildung der gesamten Bevölkerung als auch den kompetenten und verantwortlichen Umgang mit persönlichen Daten (digitale Souveränität, Sicherheit, Schutz).

ICT und Business; Konvergenzen für digitale Prozesse und Lösungen

Wenn die IT ausfällt, dann bleibt der Produktion, den Banken und Versicherungen, dem Handel, der Verwaltung die technologische Prozess- und Verarbeitungs-Unterstützung aus. Reibungslose und sichere Prozesse, die Kontrolle von Inputs, Leistung, Ressourcen und Output, das Management von Menschen und Massnahmen – alles baut auf dem perfekten Zusammenspiel und der individuellen Optimierung notwendiger IT-Kompetenzen und -Ressourcen.

Nomenklaturen – IKT Sektor (NOGA IKT)

Steckbrief

Kurzbeschreibung Die Nomenklatur der Wirtschaftszweige der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wird auf der Basis der OECD-Empfehlungen erarbeitet. Im Zusammenhang mit der Definition des IKT-Sektors soll diese Nomenklatur die für die IKT spezifischen Wirtschaftszweige identifizieren. Die Wirtschaftszweige stammen aus der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (NOGA).
Verantwortliches Amt Bundesamt für Statistik, BFS
Verantwortliche Stelle Sektion Wirtschaftsstruktur und -analysen (WSA)
Auskunft Yves Froidevaux; 032 713 67 26 ; info-WSA@bfs.admin.ch
Struktur Der IKT-Sektor umfasst Tätigkeiten, die Waren und Dienstleistungen produzieren, welche die Digitalisierung der Wirtschaft, d.h. die Umwandlung der verwendeten Informationen in Digitalinformationen erlauben. Digitalinformationen können besser manipuliert, kommuniziert, gespeichert, ersetzt usw. werden.
Im Verarbeitungssektor müssen die Produkte einer betrachteten Industrie hauptsächlich eine Funktion zur Bearbeitung und Kommunikation von Information erfüllen, namentlich deren Übermittlung oder Anzeige
Im Dienstleistungssektor müssen die Produkte einer betrachteten Industrie eine Funktion zur Bearbeitung und Kommunikation von Information durch elektronische Mittel zulassen.

Aufgrund der beträchtlichen Auswirkung der IKT auf Tätigkeiten auf die Verbreitung von Information in unterschiedlicher Form (Texte, Audio- oder Videoformate), und dabei insbesondere auf jene mit breit gefächertem Zielpublikum, wurde gleichzeitig ein Sektor “Inhalte und Materialien” definiert, um somit Konzept der “Wissensökonomie” klarer umschreiben zu können. Die entsprechenden Tätigkeiten sollen mit der folgenden allgemeinen Definition ermittelt werden können. “Inhalt konstituiert sich über strukturierte Äusserungen, die an Menschen gerichtet sind und in den Medien oder über damit verwandte Tätigkeiten verbreitet werden.”
Der Mehrwert von Information für die Konsumenten ist nicht physisch messbar; er ergibt sich beispielsweise aus deren Informationscharakteristik, deren erzieherischem und kulturellem Wert, sowie deren Unterhaltungswert.
Konkret entspricht dieser “Inhalte und Materialen” Sektor der Gesamtheit der in Abschnitt J der NOGA aufgeführten Tätigkeiten, mit Ausnahme der bereits in der Definition des IKT-Sektors enthaltenen.

Verfügbare Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, English
Version Definition des IKT-Sektors der OECD (2006)
Revision Keine vorgesehen
Verwandte Nomenklaturen NOGA, ICT Sector (OCDE)
Wichtigste Anwendungen Strukturelle Analyse der Wirtschaft hinsichtlich Wertschöpfung, Beschäftigung und Arbeitsproduktivität.

 

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