Warum es nicht mehr «Digitalisierungsverlierer» gibt

16.04.2019

Die moderne Arbeitswelt macht immer mehr Unqualifizierte arbeitslos, so die landläufige Meinung. Das stimme so nicht, sagt Experte George Sheldon.

Quelle: srf.ch

Gut 112’000 Personen waren Ende März in der Schweiz als arbeitslos eingeschrieben. Davon haben rund 40 Prozent keine Berufsausbildung oder nur eine Anlehre gemacht. Diese Quote ist seit der Jahrtausendwende konstant, also entgegen landläufiger Meinung durch die Digitalisierung nicht explodiert.

Unbestritten ist, dass die Stellensuche ohne Ausbildung zusehends schwieriger wird. Auch ist das Arbeitslosigkeitsrisiko bei Unqualifizierten dreimal höher als bei Personen mit einem Uni- oder Fachhochschulabschluss, wie eine Studie der Universität Basel zeigt.

Verlagerung in den Dienstleistungssektor

Die Anforderungen stiegen aber nicht, weil die Arbeit immer digitaler werde, erklärt der Basler Arbeitsmarktexperte George Sheldon. So sei es in den 1980er-Jahren viel schwieriger gewesen, mit Computern zu arbeiten. «Heute ist die Bedienung wesentlich einfacher, denn wenn die Technologie den Menschen nicht entgegenkommt, wird sie nicht angenommen.»

Sheldon sieht die Digitalisierung denn auch vielmehr als Fortsetzung eines Trends hin zu Rationalisierung und Automatisierung. Ein Trend, der vor allem im herstellenden Gewerbe schon seit Jahrzehnten zu beobachten ist. Als Folge davon habe der Dienstleistungssektor immer mehr Gewicht erhalten. Denn dort sei es schwieriger, Menschen durch Maschinen zu ersetzen.

Tiefere Löhne und höheres Risiko

«Das Problem von Niedrigqualifizierten ist, dass sie sich wegen des technischen Wandels mit Dienstleistungsberufen zufriedengeben müssen», betont Sheldon. Mit dem Mangel an Berufsqualifikation gingen niedrige Löhne oder verstärkte Arbeitslosigkeit einher. «Das ist nicht nur in der Schweiz so, sondern in allen Industrienationen», sagte Sheldon. Trotz dieser Entwicklung glaubt er nicht, dass es künftig mehr unqualifizierte Arbeitslose geben wird.

Zu diesem Schluss kommt auch eine Studie im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Denn mit der kleineren Nachfrage nach Unqualifizierten steige auch der Bildungsstand der Bevölkerung. Der Strukturwandel habe daher nicht zu zusätzlicher struktureller Arbeitslosigkeit geführt, folgert die Behörde.

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