Mobilität + Kommunikation

Die Welt wächst zusammen
Drei Minuten von New York nach London zu telefonieren, kostet heute noch ein Tausendstel des Betrages von vor hundert Jahren. Und seit 1970 schrumpften die Tarife, um Güter im Flugzeug zu transportieren, auf die Hälfte, die Kosten, um Fernsehsignale über Satelliten zu verbreiten, auf ein Zehntel. Die Globalisierung setzte sich nur durch, weil weltweit die Transportmöglichkeiten und die Kommunikationsnetze ausgebaut wurden und dadurch die Preise sanken. Dies führte zu einer weiteren Belebung des Welthandels. Denn ob das Fleisch aus Neuseeland oder das Obst aus Südafrika kommt, fällt für die Konsumenten kaum noch ins Gewicht. Übrigens auch in der ökologischen Bilanz: Per Schiff transportiert, belasten auch Agrargüter von weit her das Klima kaum, aber sie lassen sich oft in ihren Herkunftsländern viel umweltfreundlicher erzeugen.

Ökonomische und gesellschaftliche Konsequenzen für die Mobilität
Die Verkehrsinfrastruktur kann sich bis 2030 nicht grundlegend ändern. Die Änderungen in Bezug auf Hardware Strassen, Gleise, Züge und Busse – sind in dieser Zeitspanne aufgrund der langfristigen Planung überschaubar. Ebenfalls werden sich die Bedürfnisse der Kunden nicht komplett ändern – Vorlieben und Einstellungen sind beständig. Dennoch bleibt nicht alles beim Alten: Grosse Änderungen sind nicht beim Verkehr, sondern bei der Mobilität zu erwarten, wie auch Froböse & Kühne (2013) in ihrer Studie schreiben. Unser Zugang zum eigenen Unterwegs sein in Bezug auf Qualität aber auch in Bezug auf die Kosten wird sich ändern.

Der Fokus liegt dabei auf der Software. Die Vernetzung verschiedenster Anbieter – sowohl Infrastruktur wie auch Dienstleistungen – erlaubt die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und macht den Zugang unkomplizierter, schneller und flexibler. Nach allen bisherigen Erfahrungen in den Mobilitätsbranchen machen höhere Geschwindigkeit und höhere Flexibilität das entsprechende Produkt teurer. Mittels intelligenter Softwareinnovation sowie durch den Einsatz von Sharing-Produkten wie Uber oder Mitfahrzentralen können die Reisenden jedoch Kosten sparen und sich bedürfnisgerecht, «massgeschneidert» fortbewegen.

Die Bewegungen sowie auch die Ansprüche der Menschen werden in Zukunft viel individueller sein und genau darauf zielen ein Grossteil der Veränderungen, der neuen Konzepte und der Erfindungen. Die Trennung zwischen öffentlichem und individuellem Verkehr wird immer schwieriger, bis die beiden schlussendlich eins werden. Durch die Bandbreite an individuellen Bedürfnissen werden sich auch ganz unterschiedliche Anbieter am Angebot im Rahmen der Reisekette beteiligen.

Sollte die Nutzer-Orientierung im Vordergrund stehen (im Internet eine häufige Entwicklung), so müsste der Fokus bei Mobilitäts-Angeboten auf der Zusammenarbeit und der Vernetzung der vielen beteiligten Player liegen und nicht auf Konkurrenz zwischen den verschiedenen Anbietern – bislang eine der höchsten Hürden auf dem Weg zu integrierter Mobilität. Reisende schätzen die Kontrolle über ihren gewünschten Reiseweg, die Auswahl und die Kombinationsmöglichkeiten. Die Vernetzung von Velo, Auto, Bus, Zug und weiteren ist dabei zentral. Die unterschiedlichen Verkehrsmittel werden mittels Software stärker untereinander und auch mit den Menschen kommunizieren, um so eine stärkere Flexibilisierung in Bezug auf die Mobilität, das Arbeits- und Privatleben zu bringen. Das so entstehende Netzwerk aus Hardware, Software und Reisenden wird immer komplexer.

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