Denk klar: Klug entscheiden in digitalen Zeiten

02.10.2018

Ingo Radermacher

»›Wären Sie bereit zu einem kurzen Gespräch zum Thema Digitalisierung?‹ Diese eigentlich unverbindliche Frage scheint vielen Mittelständlern Angstschweiß auf die Stirn zu treiben. Für sie ist Digitalisierung noch immer ein Tabu-Thema. Eine Antwort, was beim Thema Digitalisierung in den Köpfen des deutschen Mittelstands vorgeht, versucht die Studie ›Psychologie der Digitalisierung‹ zu heben. Erhoben hat sie die Innovative Alliance, ein Ver- bund von Partnern aus der IT-Branche, darunter Unternehmen wie Cisco, Damovo oder Inneo Solutions.

Für die Studie wurden fünfhundert Entscheider in mittelständischen Betrieben befragt. Dabei erkundigte die Innovation Alliance nicht allein danach, was Digitalisierung für die Entscheider bedeutet – sie fühlten den Puls und horchten nach, wie sie das Thema empfinden. Die Ergebnisse gewähren einen ernüchternden Einblick in die Gefühlswelt derjenigen, die über die Zukunft ihrer Unternehmen entscheiden. Mehr als Dreiviertel der Befragten halten Digitalisierung zwar für notwendig, doch rund jeder Zweite hält sie für ein Wagnis. Negative Emotionen wie Angst gehören beim Thema für viele klar dazu. Laut den Studienmachern sehen Mittelständler Digitalisierung als große Herausforderung an, für die außergewöhnliche Fähigkeiten notwendig sind, die sie nicht leisten könnten. Deshalb gehöre zur Digitalisierung ein gewisses Unwohlsein – und damit allein schon ein emotionales Hemmnis, so das Fazit der Autoren.

Dabei ist der Schritt in die Digitalisierung für den deutschen Mittelstand immens wichtig. Gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), die sich entsprechend wappnen, könnten häufig ihre Leistungen schnell verbessern« (Joho 2017).

Der schlechteste Ratgeber in Entscheidungssituationen ist die Angst; und gerade sie ist bei defensivem Entscheiden oftmals der Motor. Im Deutschen kennen wir beides: Furcht und Angst. Furcht könne, erklärt uns die Psychologie, durchaus ein guter Ratgeber sein: Sie sensibilisiere uns für konkrete Gefahren, warne uns – mache uns unter Umständen klüger; Angst hingegen mache dumm. Die kognitiven Funktionen beispielsweise, die wir für intelligentes Handeln benötigen, werden – lehrt uns die Neurobiologie und namentlich die Hirnforschung –, durch Angst beeinträchtigt. Angst macht dumm; und wenn es tatsächlich so ist, dass in Organisationen heute – beispielsweise infolge schwindender Gewissheiten und zunehmendem Effizienzsteigerungsdruck – nicht selten der durchschnittliche Angstpegel ansteigt, erklärt das vielleicht manches. Wobei natürlich hinzuzusetzen ist: Nicht jeder Einzelne ist vom ansteigenden Pegel betroffen; der eine oder andere profitiert auch schlicht davon.

Autor: Ingo Radermacher
Quelle: DENK KLAR Klug entscheiden in digitalen Zeiten
1. Auflage BusinessVillage 2018 | ISBN 978-3-869804-33-0

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