Europa und Globalisierung

Dieses Buch ist das erste der Publikationsreihe „Europa und Globalisierung“ im Verlag der Edition Donau-Universität Krems. Es bringt Schlaglichter aus den Dialogforen des Zentrums Europa und Globalisierung am Department Migration und Globalisierung der Donau-Universität Krems, in denen Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen Einblicke in europäische Herausforderungen und Problemfelder geben. Der Startschuss zu diesem Diskurs zwischen Wissenschaft, Politik und der Zivilgesellschaft fand anlässlich der Eröffnung des Zentrums Europa und Globalisierung am 3. Juni 2013 statt. Im Mittelpunkt standen Herausforderungen der europäischen Kohäsions- und Finanzpolitik, die mögliche Rolle neuer Technologien für die Teilhabe am europäischen Demokratisierungsprozess, die Mobilität innerhalb Europas, sowie der gemeinsame europäische Hochschulraum.

Im Folgejahr wurde das Globalisierungsforum ins Leben gerufen, eine Veranstaltungsreihe, in der in regelmäßigen Abständen zu aktuellen und kontroversen Aspekten der Globalisierung und ihren Auswirkungen in und auf Europa Stellung genommen wird. Ein wesentliches Merkmal des Forums ist die Offenheit für Diskussion und den Austausch von Ideen und Ansichten ohne strenges Zeitkorsett. Das erste Globalisierungsforum fand am 2. Juni 2014 an der Donau-Universität Krems zum Thema „Europa im Spannungsfeld von Globalisierung und Regionalisierung“ statt. Dabei ging es um Europäische Grundfreiheiten und die Dienstleistungsfreizügigkeit ebenso, wie um die Frage der Konstitutionalisierung und Fragmentierung der Menschenrechte, sowie die Österreichische Regionalpolitik im Spannungsfeld von Kleinregionalität, europäischer Identität und Globalisierung.

Das zweite Globalisierungsforum stand ganz im Zeichen der neu begründeten Kooperation der Donau-Universität Krems mit dem Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip). Diese Kooperation, sowie die laufende Mitarbeit von Herrn Mag. Karas, dem erfahrenen Mitglied des Europaparlaments und Ehrenprofessor der Donau-Universität Krems, hat uns bestärkt, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Am 15. Oktober 2014 diskutierten Experten des OIIP zusammen mit Dr. Erhard Busek zum Thema „Europa und der Osten: Grenzen, Hoffnungen und Herausforderungen“. Ausschnitte davon finden Sie in dieser Publikation.

Das dritte Globalisierungsforum am 1. Juni 2015 widmete sich dem Umgang der europäischen Union mit den diversen Krisen und den damit verbundenen Herausforderungen für die Demokratien in Europa. Europa wird oft als die „Wiege der Demokratie“ bezeichnet. Doch die Krisen der letzten Jahre, sowie autoritäre Tendenzen in Europa und in einigen angrenzenden Regionen, zeigen immer deutlicher,dass Demokratien in Europa keine Selbstverständlichkeit sind und dass sie einem dauernden Wandel unterliegen. Diesem Thema wird in unserem Buch besonderes Augenmerk geschenkt; daher auch der Titel des vorliegenden Bandes.

Der massive Zustrom von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten in der zweiten Jahreshälfte 2015 legte nahe, das vierte Globalisierungsforum am 19. Oktober 8 Gudrun Biffl 2015 unter das Thema „Flüchtlingsströme nach Europa. Was kann Europa tun? Was muss Europa tun?“ zu stellen. Die Veranstaltung fand dankenswerterweise im „Haus Europa“ in Wien statt. Damit konnte eine größere Zahl von Besucherinnen und Besichern erreicht werden als an der Donau-Universität in Krems. Zwar lag der Fokus des Forums auf der Fluchtmigration, jedoch wurde auch ein weiteres kontroverses Thema beleuchtet, die Freizügigkeit von Arbeitskräften innerhalb der Europäischen Union (EU). Beide Themenfelder stellen eine Zerreißprobe für die EU dar. Sie bedürfen einer detaillierten Analyse und eines Diskurses, der nicht nur die Wissenschaft und Politik, sondern vor allem auch die Zivilgesellschaft einschließt. Die Beiträge im vorliegenden Band wollen dazu einen Diskussionsanstoß geben.

Das fünfte Globalisierungsforum am 13. Juni 2016, wieder im Haus der Europäischen Union in Wien, stellte angesichts von Terroranschlägen und Radikalisierung die Frage „Wie viel Sicherheit braucht Europa?“ Die Bevölkerung ist zunehmend verunsichert, das Schlagwort der „Angstgesellschaft“ wird immer häufiger gebraucht. Daher die Frage, was für die Sicherheit Europas bereits getan wird und welche Maßnahmen noch zu setzen sind, damit die Bevölkerung – angesichts unsicherer Zeiten – wieder Vertrauen in die Zukunft fassen kann. Dieses Thema, sowie das des nächsten Globalisierungsforums im Spätherbst 2016, werden im nächsten Band der Reihe im Frühjahr 2017 vorgestellt.

Die Publikationsreihe des Zentrums Europa und Globalisierung will einen Beitrag zur europäischen politischen Bildung leisten mit dem Ziel, die Zivilbevölkerung zu einer verstärkten Teilhabe an demokratischen Prozessen zu motivieren. Sie will informieren und damit Populisten demaskieren, die sich einer einfachen Sprache bedienen und einfache Lösungen für komplexe Problemlagen suggerieren. Gewiss, Modernisierung und Globalisierung bringen Veränderungen mit sich, die Gewinner und Verlierer kennen. Letzteren wird häufig nicht (ausreichend) unter die Arme gegriffen, sodass sie oft den Boden unter den Füßen verlieren. In dieser Situation werden Schuldige gesucht, etwa das „Fremde“ oder auch die „Fremden“ sowie die europäische Integration. Im Gegenzug wird das Heil im Nationalen, dem „Vertrauten“, gesucht. Dabei wird übersehen, dass die europäische Integration ein in der Menschheitsgeschichte einzigartiges Projekt ist, das verhindern soll, dass Nationalismen noch einmal Krieg und Zerstörung nach Europa bringen. Niemals zuvor haben autonome Staaten freiwillig, ohne Krieg und Eroberung, ihre Macht mit anderen geteilt. Nach zwei Weltkriegen, 50 Millionen Toten und unbeschreiblichem Leid, ist die EU ein Versuch, Frieden, Zusammenarbeit und Toleranz an die Stelle von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit zu stellen. Viel wurde in dieser Richtung erreicht, jedoch stellen die Themen, die wir in unseren Foren aufgreifen, große Herausforderungen für die europäische Einheit dar. Wir wollen eine informierte Diskussion anregen und damit einige Perspektiven der europäischen Demokratie im 21. Jahrhundert ausloten.

Gudrun Biffl, Dorothea Stepan (Hrsg.)
Edition Donau-Universität Krems
2016

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