Branchenhandbuch 2017: Wohin bewegen sich die Schweizer Branchen?

Editorial

2016 war ein weiteres ereignisreiches Wirtschaftsjahr. Wie erwartet setzte sich die Erholung vom Frankenschock von Anfang 2015 fort. Dafür mitverantwortlich waren ein – dank Schützenhilfe der Schweizerischen Nationalbank (SNB) – gegenüber dem EUR mehrheitlich stabiler Franken sowie ein zwar nur moderates, aber relativ stabiles globales Wirtschaftswachstum. Im Grossen und Ganzen zeigte die Schweizer Wirtschaft letztes Jahr einmal mehr, wie robust sie aufgestellt ist und dass sie auch grössere Schocks absorbieren kann.

Wie wir bereits in der letztjährigen Ausgabe des Branchenhandbuchs erwartet hatten, verlief die Erholung holprig. Die Gesamtwirtschaft verdaute den Frankenschock zwar zunehmend, aber noch lange nicht alle Branchen. So litten kleinere Industrie-KMU 2016 nach wie vor unter verminderter preislicher Wettbewerbsfähigkeit und gedrückten Margen, der Detailhandel unter dem Einkaufstourismus und das Gastgewerbe unter den abhanden gekommenen europäischen Gästen. Schweizer Unternehmen mussten weiterhin mit Rationalisierungen, Kostensenkungen, Auslagerungen und strategischen Neuausrichtungen reagieren, um die negativen Effekte einer starken Währung auszugleichen. Zudem war 2016 mit Blick auf die globale Politik äusserst turbulent. Im Juni stimmten die Briten wider Erwarten für den Brexit. Im November wählten die Amerikaner den politischen Aussenseiter Donald Trump zum Präsidenten. Die langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen solcher politischer Entscheide sind schwierig einzuschätzen. Kurzfristig sorgten sie bei der Schweizer Wirtschaft jedoch erneut für Unsicherheit, insbesondere im Hinblick auf den Wechselkurs des Frankens zum Euro. Hinzu kamen 2016 weitere Terroranschläge in Europa, die nicht nur grosses menschliches Leid verursachten, sondern auch den Geschäftsgang verschiedener Schweizer Branchen – wie der Uhrenindustrie oder des Gastgewerbes – beeinträchtigten. Die politische Unsicherheit dürfte auch 2017 eine Konstante bleiben. In Europa finden verschiedene wegweisende Wahlen statt, z.B. in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Es ist davon auszugehen, dass vor allem Parteien zulegen, welche die aktuelle politische und wirtschaftliche Ordnung infrage stellen.

Obwohl Konjunkturschwankungen oder Wechselkursschocks viele Branchen kurzfristig beeinflussen, müssen alle Unternehmen auch längerfristige Entwicklungen im Auge behalten. Die Fähigkeit einer Branche, auf grosse Trends wie die demografische Alterung, den Aufstieg der Mittelschicht in Schwellenländern, die immer umfassendere Digitalisierung oder die zunehmende Regulierungsdichte zu reagieren, bestimmt vielleicht nicht zwangsläufig ihre Umsatzentwicklung im folgenden Jahr. Sie determiniert wohl aber ihren langfristigen Erfolg. Wie sind die einzelnen Branchen im Hinblick auf diese Trends aufgestellt? Welche Sektoren profitieren davon, welche erwartet ein schmerzhafter Strukturwandel? Auf diese Fragen gibt das vorliegende Handbuch Antworten. Es fasst die längerfristigen strukturellen Chancen und Herausforderungen für die 27 grössten Schweizer Branchen auf je einer Seite zusammen. Neben den wichtigsten Kennzahlen enthält das Branchenhandbuch auch eine systematische Bewertung des Chancen-Risiken-Profils jeder Branche. Die Beschreibung der aktuellen Konjunkturlage und des Ausblicks für das neue Jahr runden jeweils das Bild ab.

Das Autorenteam wünscht Ihnen eine anregende Lektüre.

Andreas Christen, Dr. Patricia Feubli, Emilie Gachet, Lukas Gehrig, Sascha Jucker, Drilon Kastrati, Roman Schenk, Thomas Schatzmann, Dr. Fabian Waltert
Herausgeber: Investment Solutions & Products
2017
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