Nachlese und Rückschau; Innovationsforum Energie 2015
Was hat sich bezüglich der Inhalte geändert, welche Innovationen wurden umgesetzt oder eben auch nicht? Grundsätzlich fällt auf, dass das Schlagwort "Smart" fast nicht mehr benutzt wird. Dies bedeutet nicht, dass sich die smarten Lösungen, der Smart Meter oder das Smart Grid als Luftschlösser entpuppt hätten und nicht mehr weiterverfolgt werden. Das Gegenteil ist der Fall: Es sind zunehmend konzeptionelle und technische Lösungen auf dem Markt und es werden zunehmend konkrete Lösungen umgesetzt. Die Schlagworte, mit denen vor einigen Jahren neue Lösungen und Trends angekündigt wurden, sind obsolet geworden. Konkret zeigte sich das bei vielen Unternehmen; zunehmend intelligente Technik im Netzsektor sowie Systemlösungen – also die Verknüpfung von Technik und Engineering ist präsent. So wird das Engineering von Energielösungen zunehmend komplexer und erfordert ein hoch spezialisiertes und fundiertes Know-how. Einfache Standardlösungen werden sich zukünftig in der Versorgung mit leitungsgebundenen Energieträgern immer weniger einsetzen lassen.
Parallel hierzu ist der Erzeugungs- und Handelsmarkt im Umbruch; die Gründe sind bekannt. Die grosse Herausforderung ist zukünftig, ein Marktdesign zu entwickeln, welches systemrelevante konventionelle Kraftwerke am Netz hält, indem deren Wirtschaftlichkeit sichergestellt wird. Versorgungssicherheit kann hier nicht mehr nur national gedacht werden. Swissgrid wird zunehmend in den europäischen Energiebinnenmarkt eingebunden, Regelenergie wird über die nationalen Grenzen hinweg bereitgestellt. Mit der Einführung des Market Coupling werden hierbei Marktverzerrungen an der Nordgrenze der Schweiz zum Teil abgebaut. In der Folge ist mit sinkenden Grosshandelspreisen in der Schweiz zu rechnen.
Vereon AG auf Energie-Finder Schweiz


























































































































