Fünf Trends bestimmen die Digitale Transformation 2020

29.01.2020

Die Digitale Transformation ist in der Theorie leicht, aber in der Praxis nur schwer umzusetzen. Viele Projekte scheitern, da sie auf halbem Weg stehen bleiben. Immer mehr Unternehmen erkennen aber, dass eine nachhaltige Digitale Transformation mehr als nur Technologie ist und nur ein ganzheitlicher Ansatz zum Erfolg führt. Und diese Erkenntnis wird auch künftige Projekte der Digitalen Transformation stärker beeinflussen. Das zeigen auch die fünf Trends, die nach Pegasystems die Digitale Transformation 2020 bestimmen werden.

1. Die kulturelle Kluft wird überbrückt

Die Digitale Transformation erfordert eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Führungsebene, Fachabteilungen und IT. Im Jahr 2020 wird dieser Kulturwandel ebenso wichtig werden wie die Technologie selbst, nur so kann der Erfolg der Digitalen Transformation sichergestellt werden. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die traditionellen organisatorischen Barrieren zwischen IT und Fachbereichen überwunden werden und neue Rollen wie „Citizen Developer“ und „KI-Ethiker“ entstehen.

2. Oberflächliche Transformationsprojekte scheitern

Dem Verbraucher ein schickes Interface oder eine coole App anzubieten, streift nur die Oberfläche einer echten Digitalen Transformation. 2020 werden wir etliche Misserfolge von Unternehmen und Projekten sehen, bei denen Transformationsbemühungen nur einen oberflächlichen Charakter haben. Verstärkt werden deshalb Unternehmen die digitale Prozessautomatisierung mit den Erfahrungen und Erwartungen der Konsumenten kombinieren, um sicherzustellen, dass die am Frontend gemachten Versprechen auch am Backend eingehalten werden.

3. Die KI verlässt das Labor

Die experimentelle Beschäftigung mit Technologien rund um die Digitale Transformation unter Laborbedingungen wird wichtig bleiben, aber 2020 wird ein stärkerer Praxisbezug einsetzen. Unternehmen werden das Gelernte aufgreifen und die Erzielung quantifizierbarer Ergebnisse anstreben. So wird der Fokus weniger auf dem Entwurf generischer „KI-Programme“ liegen, sondern vielmehr auf pragmatischen Projekten mit spezifischen KI-Technologien wie NLP (Natural Language Processing) und Computer Vision oder KI-gestützten Verfahren für Echtzeit-Entscheidungen, um konkrete Geschäftsverbesserungen zu erreichen. Die „KI-Labore“ werden durch Daten-KI-„Ethikzentren“ ergänzt oder ersetzt, um zu gewährleisten, dass neue Technologien mit Transparenz und Kundenfokus eingesetzt werden. Kunden und neue Vorschriften werden diese Entwicklung vorantreiben.

4. Das operative Geschäft wird wieder dominant

In einer Zeit, in der bereits eine schlechte Kundenerfahrung den Ruf einer Marke ruinieren kann, ist die geschäftliche Entwicklung nur schwer prognostizierbar, ganz zu schweigen von der ständigen Gefahr einer allgemeinen makroökonomischen Fehlentwicklung. Unternehmen werden deshalb verstärkt auf die operative Seite ihres Geschäfts fokussieren, um für zukünftige Turbulenzen gerüstet zu sein. Vor allem eine Optimierung der internen Prozesse wird es den Unternehmen erleichtern, sich schnell an Veränderungen in der Wirtschaft und im Geschäftsklima anzupassen.

5. RPA ist tot. Lang lebe RPA und vor allem BPM

Der RPA-Hype wird in diesem Jahr nachlassen. Selbst die Hardcore-Robotik-Enthusiasten werden beginnen, einen vollständigeren und durchgängigen Ansatz bei der Automatisierung anzustreben. Die essenziellen Komponenten einer integrierten Automatisierungsplattform sind dabei altbekannt: Es geht um Workflows, BPM (Business Process Management), Entwicklung von Low-Code-Apps und Geschäftsregeln.

„Die Digitale Transformation ist und bleibt eine große Herausforderung. Vor allem fragmentierte Systeme und komplexe Abläufe erschweren die Umsetzung. Mit einem rein technologiegetriebenen Ansatz ist diesen Herausforderungen nicht beizukommen. Ebenso wichtig sind Kulturwandel, Aufbrechen von Silos, durchgängige Prozessautomatisierung und kanalübergreifende, konsistente Kundenerlebnisse“, erklärt Harald Esch, Vice President and Managing Director DACH bei Pegasystems. „Immer mehr Unternehmen erkennen diese Notwendigkeiten und unsere Trends 2020 zeigen auch, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht und eine nachhaltige Digitale Transformation keine Illusion bleiben muss.“

Quelle und gesamter Artikel: brandmacher.de

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